Über mich

Jennifer Simons

Ein Gefühls-Nordlicht

in südlichen Gefilden

Ich komme gebürtig vom schönen Niederrhein, nahe der niederländischen Grenze. 

Schon von Geburt an hatte ich die Sehnsucht nach dem NORDEN in meinen Genen. Und doch bin ich vor nunmehr 10 Jahren durch meinen alten Beruf als Diplom-Bekleidungstechnikerin im wunderschönen Nürnberg gelandet. 

Trotz der fehlenden Nähe zum Norden habe ich Nürnberg von Anfang an ins Herz geschlossen. Mein weiteres Glück war leider vorerst hier nicht leicht zu finden gewesen. Im Gegenteil, der Job wurde immer anstrengender, meine Kräfte wurden immer weniger und mein Privatleben entwickelte sich auch nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte. Aber das war mir irgendwann schon fast egal, war ich mittlerweile in einer tiefen Krise angekommen und hatte nicht die geringste Ahnung, wie ich aus dieser wieder herausfinden würde. Ich habe mich selber nicht mehr gekannt und mich unendlich hilflos gefühlt!

Zur Hilfe kam mir dann zuerst mein Körper. Eine schwere Erkältung oder Grippe jagte die nächste. Und wenn ich nicht grad wirklich flach lag, fühlte ich mich trotzdem erschöpft, unendlich müde und vollkommen ausgelaugt. Aber die zahlreichen schweren Erkältungen hatten mich dazu gezwungen mich auszuruhen, viel zu schlafen und die Dinge, so wie sie waren, zu hinterfragen.

Zu dieser Zeit habe ich mich das erste Mal auf den Boden gesetzt und meditiert. Anfänglich dachte ich, wenn ich meditiere muss ich versuchen nicht zu denken und so kann ich für eine kurze Zeit all meinen Sorgen, Ängsten und Lasten entkommen. Aber schon bald bemerkte ich, dass die Zeit, in der ich meditierte, nicht wirklich ein Entkommen war. Im Gegenteil, vieles wurde mir bewusster und präsenter. Aber ich merkte trotzdem, dass es mir irgendwie guttat und ich habe angefangen mich auf vielen Wegen mit diesem Thema zu beschäftigen.

Heute, einige Jahre später, kann ich sagen, dass ich unendlich dankbar bin den Weg der Achtsamkeit und Meditation für mich gefunden zu haben!

Krisen und anstrengende Zeiten gibt es immer noch in meinem Leben. Aber warum auch nicht? Schwierige Phasen gehören genauso zu dazu wie glückliche und leichte Zeiten.

Der große Unterschied heute ist aber, dass diese Phasen vollkommen in Ordnung für mich sind. Ich habe gelernt, besser mit ihnen umzugehen. Mit einer achtsamen Haltung merke ich heute, wenn meine Kräfte schwinden und dadurch bin ich in der Lage, auch in schwierigen Zeiten gut für mich selber zu sorgen.

Ich habe gelernt, dass Glück nichts ist, was ich erreichen kann. Aber ich kann mich entscheiden, das Leben zu bejahen, die Dinge so anzunehmen wie sie kommen und so glücklich zu sein. 

Achtsamkeit ist mit absoluter Sicherheit KEIN Allheilmittel. Aber sie kann helfen, mit allem was kommt, besser umgehen zu können, in allen Lebenslagen.

Meine Ausbildung zur MBSR-Lehrerin absolviere ich am Institut für Achtsamkeit.